Notstromfunktion: Unabhängige Stromversorgung bei Netzausfall

Die Notstromfunktion ist eine wichtige Eigenschaft moderner Photovoltaikanlagen und Batteriespeichersysteme, die bei einem Stromausfall im öffentlichen Netz die autarke Stromversorgung sicherstellt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Notstromaggregaten arbeitet sie geräuschlos, emissionsfrei und automatisch, indem sie das Hausnetz vom öffentlichen Netz trennt und in einen Inselbetrieb überführt.

Wie funktioniert die Notstromfunktion?

Bei einem Stromausfall erkennt der Wechselrichter oder das Batteriespeichersystem den Netzausfall innerhalb von Millisekunden und trennt das Hausnetz vom öffentlichen Stromnetz. Anschließend wird ein sogenannter Inselnetzbetrieb aufgebaut, bei dem die Photovoltaikanlage und/oder der Batteriespeicher ausgewählte Verbraucher im Haus mit Strom versorgen. Moderne Systeme verfügen über eine Notstromsteckdose oder einen separaten Notstromkreis, der wichtige Geräte wie Kühlschrank, Gefrierschrank, Beleuchtung, Heizungspumpe oder Kommunikationsgeräte versorgt.

Technische Voraussetzungen und Komponenten

Praxisbeispiele und typische Werte

In der Praxis versorgt eine Notstromfunktion typischerweise Verbraucher mit einer Gesamtleistung von 1.500 bis 3.500 Watt. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 5-10 kWh Batteriekapazität kann die Notstromversorgung je nach Verbrauch mehrere Stunden bis Tage aufrechterhalten werden. Wichtige Kennzahlen sind:

Relevanz für Hauseigentümer in Deutschland

Für Hauseigentümer bietet die Notstromfunktion Sicherheit und Unabhängigkeit bei Stromausfällen, die durch extreme Wetterereignisse, Netzüberlastung oder technische Störungen verursacht werden können. Besonders wichtig ist sie für Haushalte mit medizinischen Geräten, Tiefkühltruhen oder in ländlichen Regionen mit anfälligerer Netzinfrastruktur. Die automatische Umschaltung gewährleistet, dass kritische Verbraucher ohne manuelles Eingreifen weiterlaufen.

Deutsche Normen, Förderung und Marktentwicklung

In Deutschland unterliegen Notstromfunktionen strengen Normen wie der VDE-AR-N 4105 und der VDE 0126-1-1, die die sichere Netztrennung und den Inselbetrieb regeln. Die KfW-Förderung für Batteriespeicher (Programm 270) unterstützt auch Systeme mit Notstromfunktion, wobei einige Bundesländer zusätzliche Förderprogramme anbieten. Der deutsche Markt zeigt eine steigende Nachfrage nach notstromfähigen Photovoltaikanlagen, getrieben durch zunehmende Extremwetterereignisse und das Bedürfnis nach Energieautarkie. Laut Bundesverband Solarwirtschaft verfügen bereits über 30% der neu installierten Speichersysteme über eine Notstromfunktion.

Installation und rechtliche Aspekte

Die Installation einer Notstromfunktion muss durch einen zertifizierten Elektrofachbetrieb erfolgen und beim Netzbetreiber angemeldet werden. Wichtig ist die korrekte Dimensionierung von Batteriespeicher und Notstromkreis, um eine zuverlässige Versorgung zu gewährleisten. Rechtlich relevant ist die Einhaltung der Netzanschlussbedingungen und die Vermeidung von unerlaubter Rückspeisung ins öffentliche Netz während des Notstrombetriebs.

Solar Planen

Notstromfunktion – Was ist das? Einfach erklärt | Glossar

Notstromfunktion erklärt: Autarke Stromversorgung bei Netzausfall durch PV-Anlage & Batteriespeicher. Funktion, Voraussetzungen, Förderung & Relevanz für…

Kostenlos. Unverbindlich. Schnell.

Vergleichen Sie Angebote von qualifizierten Fachbetrieben für Photovoltaik und Wärmepumpen aus Ihrer Region. Erste Angebote erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden, DSGVO-konform, ohne versteckte Kosten und ohne lästige Anrufe.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
  2. Bis zu drei qualifizierte Fachbetriebe aus Ihrer Region prüfen Ihre Anfrage.
  3. Sie erhalten individuelle Angebote per E-Mail, vergleichen in Ruhe und entscheiden ohne Druck.

Planungstool für PV in der Vor-Bau-Phase

Solar-Planen richtet sich an Bauherren VOR der Dacheindeckung: Wer jetzt noch über Dachneigung, Sparrenabstand, Dachhautmaterial und Kabelweg-Vorbereitung entscheiden kann, vermeidet später teure Nachbesserungen. Das Tool prüft 14 Faktoren von der Statikreserve über die Wärmebrücken-Detailplanung der Dachdurchführungen bis zur Position der Wechselrichter-Wand im Hauswirtschaftsraum.

Was sich nachträglich nicht mehr ändern lässt

Dachneigung und Ausrichtung: feststehend nach Genehmigungsplanung. Sparrenabstand: bestimmt die maximale Modulreihe. Leerrohre vom Dach zum HWR: 50 mm Wellrohr kostet 80 € beim Rohbau, 1.800 € als nachträgliche Schlitzarbeit. Brüstungshöhe für Aufständerung bei Flachdach: relevant ab Modulneigung 15 Grad gegen Süden. Wir liefern eine Checkliste, die der Architekt im Werkplan mit aufnehmen kann.

Datenbasis

Wir nutzen PVGIS für Ertragsprognosen je PLZ, DIN 1055 für Schneelast-Grenzwerte (Zone 1 bis 4) und die Sonderkonstruktions-Vorgaben der gängigen Aufständerungs-Hersteller (Schletter, K2, Mounting Systems). Zusätzlich prüfen wir die Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zur Pflicht-PV bei Nichtwohngebäude-Neubau und referenzieren die jeweilige Landesbauordnung. Keine Vermittlung an Solarteure – das ist eine Bauherren-Vorab-Planung, kein Vertriebskanal.

Was vor Einreichung zu klären ist

Drei Fragen müssen vor Abgabe des Bauantrags entschieden sein: erstens die spätere PV-Leistung in kWp (bestimmt Statik und Kabelquerschnitt), zweitens die Wechselrichter-Position (bestimmt Leerrohrtrasse), drittens die zukünftige Speicher-Größe (bestimmt Stellfläche im HWR). Wer alle drei jetzt klärt, spart später vier- bis fünfstellige Nachrüstkosten. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.